chronik

Ur- und frühgeschichtliche Funde, die vor allem aus der Bronzezeit stammen,
und Reste einer Siedlungsanlage mit Abschnittswall auf der Bosel beweisen die frühe Besiedlung.

Während der Zeit der slawischen Besiedlung barg die Bosel ("boza wola" oder "bozela" bedeutet Götterwille) wahrscheinlich ein Heiligtum, wo man um Erntesegen bat.

Der Ortsname Sörnewitz ist vom altsorbischen "Zornowica" (Mühlenort) abgeleitet.

gemeindesiegel
dresdner straße früher Sörnewitz ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Straßendörfer im sächsischen Raum mit den typischen Zwei- und Dreiseitenhöfen.
Diese Struktur ist noch heute deutlich zu erkennen.

Die hauptsächlichen Erwerbsquellen für die Sörnewitzer Bauern waren Ackerbau und Viehzucht.
Große Bedeutung für den Ort hatte auch der Weinbau an den elbseitigen Hängen des Spaargebirges und auf der Bosel.

Dresdner Straße um 1910


Ein kleiner Auszug aus der Sörnewitzer Chronik:

1205 Erste Erwähnung des Ortes als "villa sornuitz" in einer Urkunde, welche die Zinspflicht des Ortes zum Kloster St. Afra beinhaltete.

1378 Das Dorf gehörte zum Amte Hayn (Großenhain) und musste dem Markgrafen Friedrich dem Strengen zinsen.

1625 Sörnewitz wird in das Amt Moritzburg übernommen

1779 Ein eigenes Gemeindesiegel wird eingeführt.

1839 Die selbständige Gemeinde Sörnewitz entsteht auf der Grundlage der neuen Landgemeindeordnung.

1950 Alt- und Neusörnewitz werden nach Coswig eingemeindet.


Interessant ist auch die wechselvolle Geschichte der Schulen in Sörnewitz.

Der Schulunterricht wurde seit 1816 jede Woche in einem anderen Gehöft abgehalten, bis man 1836 die erste Einraumschule einrichtete.
In dieser befindet sich heute die im Dezember 2002 neu eröffnete Heimatstube.

Als die Bevölkerung wuchs, baute die Gemeinde 1892 ein größeres Schulhaus, das 1900 und 1974 erweitert wurde und bis zu seiner Schließung im Jahr 1998 die Grundschule beherbergte.
Seit 2000 wird das Gebäude als Sprachheilschule des Landkreises genutzt.
heimatstube

In der "alten Schule" befindet sich heute die Sörnewitzer Heimatstube.


wanderweg Das Landschaftsbild rund um Sörnewitz wird heute neben der Elbe und dem Spaargebirge durch Streuobstwiesen, Felder und Weinberge bestimmt.
Daraus ergibt sich der ökologische Wert des „Landschaftsschutzgebietes Nassau und Elbwiesen bei Brockwitz und Sörnewitz“.

Der landschaftliche Reiz und die aktiven Bewohner des Dorfes haben ihren Anteil daran, dass Sörnewitz im Jahr 2001 Kreissieger im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft" wurde und sowohl im Sachsenmaßstab einen ausgezeichneten dritten Platz belegte.

Wanderweg entlang der Bosel


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